i-Kfz steht für "internetbasierte Fahrzeugzulassung" — ein bundesweites System, mit dem sich bestimmte Zulassungsvorgänge online statt vor Ort bei der Zulassungsstelle erledigen lassen. Es wurde stufenweise eingeführt und deckt inzwischen die wichtigsten Vorgänge ab.
Was online geht — und was (noch) nicht
- Außerbetriebsetzung (Abmelden): vollständig online, ohne Online-Ausweis — nur mit den drei Sicherheitscodes. Der am längsten etablierte und unkomplizierteste Online-Vorgang.
- Wiederzulassung (ein zuvor stillgelegtes Fahrzeug erneut anmelden) mit unverändertem Kennzeichen: online möglich.
- Adressänderung / Ummeldung bei Umzug mit Kennzeichenmitnahme: bei vielen Zulassungsstellen online möglich, teils mit Online-Ausweis (eID), teils allein mit den Sicherheitscodes — das hängt von der jeweiligen Zulassungsstelle ab.
- Neuzulassung eines neuen Fahrzeugs: je nach Region und Fallkonstellation nur eingeschränkt oder gar nicht online möglich — hier bleibt oft der Behördengang nötig.
Die zwei möglichen Authentifizierungswege
Je nach Vorgang und Zulassungsstelle läuft die Identitätsprüfung auf einem von zwei Wegen:
1. Nur mit Sicherheitscodes (z. B. bei der Abmeldung)
Für die Außerbetriebsetzung reichen seit September 2023 (i-Kfz Stufe 4) die freigerubbelten Sicherheitscodes als Identitätsnachweis — ein Online-Ausweis ist hierfür nicht mehr nötig. Details dazu finden Sie im Artikel Auto abmelden.
2. Mit Online-Ausweisfunktion (eID)
Für komplexere Vorgänge wie eine Ummeldung mit Halterwechsel verlangen manche Zulassungsstellen zusätzlich den elektronischen Identitätsnachweis Ihres Personalausweises. Dafür benötigen Sie:
- Personalausweis mit freigeschalteter eID-Funktion
- Die zugehörige 6-stellige PIN
- Die kostenlose AusweisApp (oder BundID) auf Ihrem Smartphone, um den Ausweis per NFC auszulesen
Die drei Sicherheitscodes im Überblick
Unabhängig vom genauen Vorgang tauchen bei fast allen i-Kfz-Prozessen dieselben drei Codes auf:
- Verdeckter Sicherheitscode auf der Zulassungsbescheinigung Teil I (freirubbeln)
- Sicherheitscode unter der Stempelplakette des vorderen Kennzeichens
- Sicherheitscode unter der Stempelplakette des hinteren Kennzeichens
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den typischen Fehlerquellen finden Sie im Artikel Auto abmelden.
Typischer Ablauf eines i-Kfz-Vorgangs
- Zuständige Zulassungsstelle ermitteln und deren i-Kfz-Portal aufrufen
- Passenden Vorgang auswählen (Abmeldung, Wiederzulassung, Adressänderung ...)
- Je nach Vorgang: Sicherheitscodes freilegen und eingeben, oder per eID identifizieren
- Fahrzeug- und Halterdaten eingeben, ggf. eVB-Nummer angeben
- Gebühr online bezahlen
- Digitale Bestätigung erhalten, neue Dokumente/Plaketten folgen ggf. postalisch
Vorteile gegenüber dem Behördengang
- Kein Termin nötig, rund um die Uhr verfügbar
- Meist deutlich günstiger als vor Ort — die Verwaltungsgebühren für die Online-Zulassung wurden mit der neuen Fahrzeugzulassungsverordnung gesenkt
- In wenigen Minuten statt oft stundenlanger Wartezeit erledigt
Achtung: große Preisunterschiede je nach Anbieter
Bei der Online-Zulassung lohnt sich ein genauer Blick darauf, wo Sie den Antrag stellen — die Unterschiede sind erheblich:
- Offizielles i-Kfz-Portal der Zulassungsstelle (amtliche Gebühr): Außerbetriebsetzung/Abmeldung ca. 2,10–2,70 Euro, Wiederzulassung mit unverändertem Kennzeichen ca. 12,80 Euro — zum Vergleich: vor Ort kostet die Abmeldung ca. 15,90–16,80 Euro, die Zulassung ca. 30 Euro.
- Private Zulassungsdienste/Online-Vermittler: Diese kommerziellen Anbieter übernehmen den gleichen Vorgang gegen eine Servicegebühr obendrauf — die Preise liegen hier oft zwischen ca. 19,70 Euro und über 130 Euro für eine einfache Abmeldung, je nach Anbieter und Leistungsumfang.